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aus Saarbrücker Zeitung 25.1.2004

aus Saarbrücker Zeitung .1.2004

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aus Saarbrücker Zeitung 16.1.2004

aus Saarbrücker Zeitung 14.1.2004

aus Saarbrücker Zeitung 11.1.2004

aus Saarbrücker Zeitung 8.1.2004

aus Saarbrücker Zeitung 7.1.2004

aus Saarbrücker Zeitung 4.1.2004

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Royals schielen jetzt Richtung Meisterschaft
Zwei neue Spielerinnen lassen die Saarlouiser Basketball-Damen vom großen Wurf träumen
Von SASCHA SPRENGER
Saarlouis. Wohl selten zuvor hat eine Basketball-Mannschaft personelle Verstärkungen so sehr herbeigesehnt wie der TV Saarlouis in dieser Saison. Sieben Spielerinnen sind es, die sich im September anschicken, den vierten Platz aus dem Vorjahr noch zu toppen. Als sich Aufbauspielerin Barbara Csipko im November verletzt und bis Weihnachten ausfällt, steht der Basketball-Bundesligist personell gesehen mit dem Rücken zur Wand. Dennoch schaffen die Royals einige überraschende Erfolge und Rang drei mit 20:8 Punkten. Allen ist jedoch klar: Lange kann das nicht gut gehen.

 

Diese Zeiten sind jetzt vorbei. Mit Jennifer Crouse (USA) und Agnesa Nagyova (Slowakei) konnte Manager Oliver Kraulich das Aufgebot nicht nur aufstocken, sondern auch deutlich verstärken. "Endlich", teilt Trainerin Zsuzsanna Boksay freudig mit, "müssen wir donnerstags nicht mehr zittern, ob wir am Wochenende überhaupt genügend Spielerinnen aufs Parkett bringen können. Aber was noch viel wichtiger ist: Die beiden helfen uns auch leistungsmäßig sehr viel weiter." Centerspielerin Crouse, 26, holte mit ihrer Universität (North Dakota) drei Meisterschaften in der zweithöchsten Liga der USA. Dann wechselte sie nach Spanien, Australien und Griechenland, wo sie ebenfalls immer zu den tragenden Säulen ihrer Mannschaft gehörte. Zweistellige Werte bei Punkten und Rebounds sollten bei ihr auch in der Bundesliga zum Alltag gehören. "Jennifer wird einen sehr soliden Part spielen", glaubt Oliver Kraulich, "sie hat keine Schwächen und verfügt über sehr viel Spielintelligenz." In North Dakota hat sie sogar schon als Trainerin gearbeitet. "Mit ihr sind wir auf den großen Positionen noch flexibler", freut sich Zsuzsa Boksay.

Ebenfalls sehr flexibel kann Agnesa Nagyova eingesetzt werden. Die 1,80 Meter große und 28 Jahre alte slowakische Nationalspielerin (bisher 23 Einsätze) fühlt sich auf allen "kleinen" Positionen zu Hause. Boksay: "Agnesa ist stark in der Offensive, sehr schnell und hat einen sicheren Wurf. Nur ihre Abwehrarbeit ist ausbaufähig." Dazu spricht sie perfekt deutsch und ungarisch. In der Zweiten Bundesliga, wo sie für die TG Sandhausen auf Korbjagd ging, erzielte sie 27,1 Punkte pro Partie. "Sie passt genau in unser Konzept", meint Boksay. Nagyova kam am Samstag in Saarlouis an und hat bereits die ersten Trainingseinheiten mit der Mannschaft absolviert. Jennifer Crouse wurde erst am späten Sonntagabend im Saarland erwartet.

Jetzt sind es also acht Spielerinnen, mit Nachwuchsspielerin Sandra Dziurdzia neun. "Das ist eine ideale Besetzung", glaubt Manager Kraulich. "Bei zehn bis zwölf Spielerinnen bleiben immer welche auf der Strecke, das wollen wir nicht. So passt das schon sehr genau." Das sagt auch Trainerin Boksay: "Mehr Spielerinnen wären nur für das Training nützlich." Mit diesem Team könne der TV Saarlouis einen Blick in Richtung Meisterschaft werfen. "Genau das ist unser Ziel", meint Oliver Kraulich abschließend. "Natürlich muss dann am Ende alles passen. Aber wir werden versuchen, unsere Chance, die nun zweifellos da ist, zu nutzen."

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"Unser Ziel heißt nur Meisterschaft"
US-Amerikanerin Jennifer Crouse ist eine Basketball-Weltenbummlerin - Neue Heimat ist die Bundesliga-Stadt Saarlouis
Von SASCHA SPRENGER
 
Jennifer Crouse ist noch nicht mal eine Woche in Saarlouis. Aber zwei Dinge hat sie bereits erkannt: Dass bei uns im Winter selten die Sonne scheint und dass der TV Saarlouis deutscher Meister werden kann.
Saarlouis. Ein wenig merkt man ihr den Jetlag noch an. Doch Jennifer Crouse versucht, sich nichts anmerken zu lassen. Schließlich liebt sie das Reisen. "Ich sehe gerne fremde Länder", sagt die 26-jährige US-Amerikanerin. Die Centerspielerin ist die zweite Neuverpflichtung, die Royals-Manager Oliver Kraulich vor Weihnachten bekannt geben konnte. Freudig deshalb, weil sie alles mitbringt, was man von einer guten Basketballerin erwarten darf. Und somit alles, was der Bundesligist TV Saarlouis im Kampf um die Meisterschaft in dieser Saison braucht.

 

Jennifer Crouse ist 1,90 Meter groß, hat einen guten Wurf, keine Schwächen von der Freiwurflinie, und - vielleicht der größte Vorteil - sie hat einen sehr großen Sachverstand, was Basketball angeht. "Neue Spielsysteme sind für sie gar kein Problem", sagt ihre Trainerin Zsuzsanna Boksay, "die hat sie im Handumdrehen gelernt. Schon am Samstag in Leipzig wird sie eine wertvolle Verstärkung sein." Dazu besitzt Crouse eine Menge Erfahrung aus Spanien, Australien und Griechenland, ist also mit der europäischen Art, Basketball zu spielen, bestens vertraut. "Ich möchte der Mannschaft helfen, erfolgreich zu sein", hat sie sich zum Ziel gesetzt. Als sie hört, dass es sogar um die Meisterschaft gehen kann, fangen ihre Augen an zu glänzen. "Oh, das wäre schön", meint sie. Sie kennt dieses Gefühl. In der zweithöchsten College-Liga der USA gewann sie mit North Dakota drei Titel.

Danach hatte Crouse ihre Profi-Karriere eigentlich schon beendet. Doch sie fand nach ihrem Abschluss einen Agenten und einige Vereine, die sich geradezu um sie gerissen haben. Zwischendurch arbeitete sie noch als Co-Trainerin an ihrer Universität und machte den Pilotenschein. "Mein größter Erfolg ist eigentlich, dass ich überhaupt noch professionell Basketball spielen kann", sagt Jennifer mit leiser Stimme. "Viele meiner Freundinnen in den USA hatten nicht das Glück und die Voraussetzungen, die man dafür braucht. Oder sie wollten nicht ständig auf gepackten Koffern leben. Auch ich halte das wohl nur so lange durch, so lange ich noch Spaß an meinem Sport habe. Wenn der mal fehlt, höre ich sofort auf."

Auch wenn sie noch nicht lange in Saarlouis ist, macht ihr das Training mit der Mannschaft viel Freude. Ein gutes Zeichen. "Mir gefällt es, wie professionell hier in Saarlouis gearbeitet wird. Und alle haben Spaß, trotz der ganzen Mühen. Es ist schön, so etwas zu sehen." Über die deutsche Bundesliga weiß sie eigentlich gar nichts. Das braucht sie auch nicht, glaubt man ihren Worten: "Ich schaue lieber auf unser Team. Und da sehe ich viel Potenzial. Wenn sie vorher mit so wenigen Spielerinnen schon Dritter geworden sind, kann unser Ziel jetzt eigentlich nur Meisterschaft heißen." Und in dieser Hinsicht hat die Centerspielerin Jennifer Crouse ja schon viel Erfahrung.

Nur eines fehlt ihr noch: Seit sie am späten Sonntagabend aus dem Flieger gestiegen ist, hat sie noch nicht die Sonne gesehen. "Ich hoffe, dass ich sie hier noch zu sehen bekomme", meint sie etwas scherzhaft, "aus Spanien oder Griechenland bin ich etwas anderes gewohnt."

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"Wir können die Meisterschaft gewinnen"
Basketballerin Agnesa Nagyova, Neuzugang des TV Saarlouis, lobt die Stärke ihres Teams
Von SASCHA SPRENGER
 
 
 
Saarlouis. Kreissporthalle Saarlouis. Es ist 18.30 Uhr, und die Spielerinnen des Basketball-Bundesligisten TV Saarlouis beginnen ihr tägliches Training. Auf den ersten Blick hat sich nicht viel verändert. Und doch fällt dem Betrachter auf: Die Intensität im Training ist hoch. Sehr hoch sogar. Es sind keine fünf Minuten vergangen, da sind die ersten T-Shirts nass geschwitzt. Neuzugang Agnesa Nagyova ist da keine Ausnahme. Sie hängt sich voll rein. Gleich zeigt sie, was die Fans von ihr erwarten können. Mit ihrem schnellen ersten Schritt spielt die 1,80 Meter große Allrounderin ihre Gegnerinnen aus und punktet aus allen Lagen. "Offensiv ist sie wahnsinnig stark", erkennt Trainerin Zsuzsanna Boksay sofort.

Die ersten Systeme werden geprobt. Zsuzsanna Boksay sieht sich alles genau an und spendet viel Lob. Sie merkt genau, wie sich insbesondere die neue Slowakin im Team der Royals bemüht, sich möglichst schnell zu integrieren. Denn sie hat ein großes Ziel: Sie will eine Meisterschaft gewinnen. In ihrer Heimat ist sie mit Kosice im letzten Jahr erst im Finale gescheitert. "Das war keine schöne Erfahrung", sagt die 28-jährige Nationalspielerin in fast perfektem Deutsch. "Ich hoffe, dass ich so etwas nicht noch einmal erleben muss."

Nach dieser Enttäuschung wollte sie ursprünglich in Ungarn spielen, doch dieser Plan zerschlug sich schnell wieder. Um überhaupt noch in dieser Saison irgendwo unterzukommen, heuert sie bis Weihnachten in Sandhausen in der Zweiten Bundesliga an, wo auch eine Nationalmannschafts-Kollegin von ihr aktiv ist. Und dort sorgt sie binnen zwei Monaten für Furore. 27 Punkte erzielt sie im Schnitt pro Partie und hilft dem Verein im Abstiegskampf mehr als gut aus. Doch ihr Ziel ist die Bundesliga. Zsuzsa Boksay und Oliver Kraulich handeln schnell. In einem Probetraining überzeugt sie die Saarlouiser Trainerin. Schnell wird klar: Agnesa Nagyova und die Royals - das könnte passen. "Ich habe ein gutes und ambitioniertes Team gesucht. Ich denke, dass ich hier genau richtig bin", glaubt Nagyova.

"Ich liebe eine knallharte Abwehr"

Sprachlich gibt es überhaupt keine Probleme. Deutsch spricht Agnesa eben so gut wie ungarisch. Zuzana Polonyiova kennt sie aus der Nationalmannschaft. Auch ihre Art, Basketball zu spielen, kommt der Spielweise des TV Saarlouis entgegen. "Ich liebe das schnelle Spiel und eine knallharte Abwehr." Dinge, die auf die Royals in dieser Saison bisher ganz genau zutreffen. Auf dem Feld sorgt Nagyova für Aufsehen - ganz anders sieht es privat aus. "Da bin ich eher ein ruhiger Typ", gesteht sie. Sie lässt lieber auf dem Parkett Taten sprechen. Und vielleicht kann sie ja mithelfen, sich selbst und dem TV Saarlouis einen Traum zu erfüllen: "Der Meistertitel wäre toll. Ich habe mich sehr gut über die Liga informiert und glaube, dass wir das schaffen können."

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"Neue" Royals siegen in Leipzig
 
Von SASCHA SPRENGER
 
Leipzig/Saarlouis. "Heute hat man gesehen, was ein paar Wechselmöglichkeiten ausmachen können", sagt Trainerin Zsuzsanna Boksay zufrieden. Gerade hat der TV Saarlouis in der Basketball-Bundesliga sein Spiel beim BBV Leipzig mit 85:75 (49:36) gewonnen und rangiert weiter auf Rang drei der Tabelle. Doch ohne die beiden "Neuen" Jennifer Crouse und Agnesa Nagyova hätte die Partie ganz anders verlaufen können. Denn sowohl Agathe Kiersz (sechs Punkte) als auch Katja Zberch (drei Punkte, fünf Rebounds) erwischten alles andere als einen guten Tag. Dazu kamen große Foulprobleme: Durdica Prijic (21 Punkte, neun Rebounds) hatte schnell vier Fouls auf dem Konto, Zuzana Polonyiova und Katja Zberch standen ebenfalls kurz vor dem Ausschluss. Noch im Dezember wären die Royals dadurch in enorme Probleme gekommen. "Wer weiß, ob wir dieses Spiel dann gewonnen hätten. Es wäre auf jeden Fall sehr eng geworden", zweifelt auch Zsuzsa Boksay.

 

Aber jetzt sitzen eben noch zwei Spielerinnen mehr auf der Bank, die für Entlastung sorgen können. Und das tun die beiden mit Bravour: Die Slowakin Agnesa Nagyova erzielt in 25 Minuten 14 Punkte bei hundertprozentiger Freiwurfquote (acht von acht). Jennifer Crouse zeigt ebenfalls, wie wertvoll sie sein kann. Die Hälfte aller Würfe sitzt, in der Abwehr packt sie kompromisslos zu. Zehn Punkte, elf Rebounds, drei geblockte Würfe - für das erste Spiel mehr als solide. "Beide haben mich überzeugt", sagt die Trainerin, "Ich glaube auch, dass wir noch stärker werden können. Es gibt noch Reserven, was die Abstimmung angeht." Doch bisher sieht sich die Bilanz ganz gut an. Fünf Spielerinnen punkten zweistellig, die Spielzeiten sinken. Nur Andrea Harder muss 38 der 40 Minuten auf dem Parkett stehen, da Aufbauspielerin Barbara Csipko nach Fußverletzung und Krankheit noch etwas Trainingsrückstand hat. Doch mit 17 Punkten und sieben Vorlagen zählt Harder wieder einmal zu den Stützen der Royals.

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Boksay warnt vor Askamp und Co.
TV Saarlouis am Sonntag im Topspiel gegen Oberhausen
Von SASCHA SPRENGER
 
Saarlouis. Als Basketball-Bundesligist New Basket Oberhausen im Sommer des vergangenen Jahres die Verpflichtung von Deutschlands Ausnahme-Centerin Marlies Askamp vermeldete, war der übrigen Liga bereits angst und bange. Mit dieser Verstärkung unter den Körben wurde Oberhausen ligaweit zugetraut, ein Wörtchen im Kampf um die Meisterschaft mitzureden. Schließlich stand mit Flügelspielerin Ute Krätschmann bereits eine deutsche Nationalspielerin im Kader, aus Dorsten konnte sogar Stefanie Richter verpflichtet werden. Zusammen mit Askamp, gerade frisch gebackene Meisterin in der amerikanischen Profiliga WNBA, wollte die NB Oberhausen in der Bundesliga angreifen.

Doch aus den Träumen wurde zunächst einmal nichts. Der neue Trainer Dirk Neuhaus hatte zu Saisonbeginn mit allerlei Problemen zu kämpfen. Aufbauspielerin Tina Hahn stieß wegen eines USA-Aufenthaltes erst im November zum Team. US-Centerin Joskeen Garner fühlte sich im Ruhrpott nie richtig wohl und verließ NBO schon in der Hinrunde. Die Folge: Viele unerwartete Niederlagen und nur Tabellenplatz sechs.

Die Reaktion von Vereinsseite ließ nicht lange auf sich warten: Für die großen Positionen konnte Martina Kehrenberg verpflichtet werden. Die Abwehrspezialistin und Ex-Nationalspielerin hatte in Wuppertal lange Jahre mit Askamp und Krätschmann zusammen gespielt. Langsam kommt NBO also in Fahrt - und hat sich erneut verstärkt (Kirsten Kröger kam aus Bonn). Jetzt versucht Oberhausen, sich noch in der Hauptrunde nach oben zu arbeiten.

Ein Grund mehr für Zsuzsanna Boksay, die Trainerin des TV Saarlouis, vor Oberhausen zu warnen. "Das wird ein richtig harter Test, eine richtige Herausforderung für unser Team. Danach werden wir sehen, wo wir wirklich stehen." Das Hinspiel konnten die Royals in Oberhausen mit 73:63 gewinnen. "Doch da standen weder Kröger, noch Tina Hahn oder Kehrenberg im Kader", sagt Boksay, "die beiden Spiele werden also nicht miteinander vergleichbar sein."

Für die Trainerin wird es am Sonntag (15.45 Uhr, Kreissporthalle) auch darauf ankommen, ob sie Agathe Kiersz einsetzen kann. Sie hat Marlies Askamp im Hinspiel verteidigt und kaum zur Entfaltung kommen lassen. Doch Kiersz hat Kniebeschwerden. "Falls das nicht klappen sollte, habe ich ja jetzt ein paar Alternativen", freut sich Boksay. "Unsere beiden Neuen freuen sich zumindest schon darauf, endlich vor eigenem Publikum antreten zu können." Darauf freut sich auch Aufbauspielerin Barbara Csipko, die nach ihrer Fußverletzung eine Woche voll trainieren konnte. Boksay: "Sie wird bald wieder die Alte sein. Das werden die Fans am Sonntag sehen können."

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Barbara mischt wieder mit
Ungarin war zwei Mionate verletzt - Saarlouiser Royals am Sonntag gegen Oberhausen
Von SASCHA SPRENGER
 
Zwei Monate lang fiel Barbara Csipko wegen eines Bänderrisses aus. Am Sonntag, wenn die Basketball-Frauen des TV Saarlouis gegen Oberhausen spielen, ist die Ungarin wieder mit von der Partie.
 
Saarlouis. Den 16. November 2003 wird die Ungarin Barbara Csipko nicht so schnell vergessen. Ihr Team, der TV Saarlouis, spielt in der Basketball-Bundesliga gegen die BG Bonn. Die Saarlouiser Aufbauspielerin versucht gerade, Bonns Maike Westphal vom Korb abzudrängen, als beide plötzlich hinfallen. Ein Schrei ertönt, Csipko krümmt sich vor Schmerzen. Die Bonnerin war unglücklich auf "Barbis" Fuß gefallen. "Ich habe sofort gemerkt, dass da etwas nicht stimmt", sagt Barbara heute. Sie sollte Recht behalten. Sofort wird sie ins Krankenhaus gebracht. Mannschaft und Trainerin sind geschockt, müssen aber weiterspielen. Mit letztem Aufgebot gewinnen die Royals 88:72, doch im letzten Viertel konzentriert sich kaum noch jemand auf das Spiel. Denn plötzlich sitzt Csipko wieder in der Halle. "Ich musste einfach zurück und sehen, wie meine Mannschaft gespielt hat", erklärt sie. Am Fuß trägt sie eine Gipschiene - Bänderriss. Als ihre Mitspielerinnen nach dem Schlusspfiff sofort zu ihr eilen, kann sie ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. "Es war so schwer zu verarbeiten, dass ich nun wohl längere Zeit nicht mehr dabei sein konnte", sagt Csipko.

 

Barbara Csipko liebt "ihre" Royals und ihren Sport. Jeden Tag quält sie sich am Olympiastützpunkt in Saarbrücken, um wieder fit zu werden. Trotz ihrer Verletzung verpasst sie nebenbei auch kein einziges Training. Und sie ist voller Tatendrang. Fast müssen ihre Mitspielerinnen sie festbinden, damit sie den verletzten Fuß nicht belastet und eine noch längere Pause riskiert. So sitzt sie denn auf einer Bank oder auf einem Stuhl und wirft Körbe im Sitzen, um das Ballgefühl nicht zu verlieren. Zeitweise hüpft sie sogar auf einem Bein und wirft die Bälle in den Korb. "Wir mussten sie wirklich bremsen, sie schien gar nicht zu wissen, wohin mit ihrer ganzen Energie", sagt Trainerin Zsuzsanna Boksay und lächelt dabei. Csipko selbst fühlte sich eher schrecklich: "Alle konnten aktiv sein, nur ich nicht. Ich hatte sogar Angst, dass mich das Team überhaupt nicht mehr braucht, da es auch ohne mich so erfolgreich war." Doch Mannschaft und Trainerin konnten sie in dieser Hinsicht immer wieder beruhigen.

Jetzt ist sie wieder da. Gegen New Basket Oberhausen am Sonntag (15.45 Uhr, Kreissporthalle) läuft sie erstmals wieder vor eigenem Publikum auf. Schon beim 85:75 in Leipzig trug sie wieder das Saarlouiser Trikot. "Dort habe ich gemerkt, dass es wieder geht. Allerdings fehlt mir noch etwas Spielpraxis, die Abstimmung stimmt noch nicht wieder ganz", meint Csipko. Für sie ist dieses Spiel eine Art Neuanfang. Sie will allen beweisen, dass sie mehr kann, als sie bis jetzt zeigen konnte. Deswegen würde sie am Sonntag "am liebsten durchspielen". Bei diesem Satz grinst sie ihre Trainerin an. Die grinst zurück: "Wer gut spielt, den wechsele ich nur sehr ungern aus."

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Klasse Heimdebüt von Agnesa
Neuzugang aus Sandhausen führt den Basketball-Bundesligisten TV Saarlouis zum 61:43-Heimsieg gegen Oberhausen
Von SASCHA SPRENGER
 
Bis zur Halbzeit ist die Partie zwischen dem TV Saarlouis und NB Oberhausen spannend (28:28). Dann dreht Agnesa Nagyova in der Offensive auf, und in der Defensive kassieren die Royals nur noch 15 Punkte.
 
Saarlouis. Es ist der erwartet harte Test, aber der Basketball-Bundesligist TV Saarlouis besteht ihn mit Bravour. Mit 61:43 gewinnen die Royals vor 600 Zuschauern in der fast vollen Kreissporthalle letztlich sicher gegen den Tabellenfünften New Basket Oberhausen. Doch 20 Minuten lang sind die erfahrenen Gäste um Nationalcenterin Marlies Askamp mindestens gleichwertig. Oder anders ausgedrückt: Saarlouis findet in der Offensive einfach nicht ins Spiel. Oberhausen verteidigt hart, aber fair, und lange fällt dem TVS dagegen kein Mittel ein. Katja Zberch und Zuzana Polonyiova kommen im Angriff gar nicht zurecht, Centerin Durdica Prijic rennt sich gegen Askamp und Martina Kehrenberg immer wieder fest. Trainerin Zsuzsanna Boksay wechselt munter durch. Auch deswegen will zunächst kein richtiger Spielfluss aufkommen. "Ich habe die fünf Spielerinnen gesucht, die heute am besten drauf sind und diese starke Defense von Oberhausen am besten lesen und ausspielen können", erklärt Boksay.

 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit scheint Boksay diese dann gefunden zu haben. Plötzlich läuft es rund. Vor allem Neuzugang Agnesa Nagyova ist kaum zu bremsen. 15 ihrer insgesamt 24 Punkte erzielt sie in der zweiten Hälfte und zeigt dabei ihre enorme Vielseitigkeit. Ob von außen, unter dem Korb oder nach einem Schnellangriff: Agnesa ist einfach überall und versenkt ihre Würfe mit einer Quote von 70 Prozent. Auch von der Freiwurflinie (sechs Treffer bei sieben Versuchen) gibt sie sich keine Blöße. Klasse.

Doch das Wort "Matchwinnerin" will sie nicht hören. "Ich habe einfach nur meinen Job gemacht", sagt die 26-jährige Slowakin bescheiden. "Okay, ich habe ein paar Würfe getroffen. Ich hätte auch nicht gedacht, dass es bereits im zweiten Spiel so gut läuft. Aber zufrieden können wir mit dieser Angriffsleistung noch nicht sein." Wohl aber mit der Abwehr, die wieder einmal Garant für den 61:43-Heimerfolg war. Gerade einmal 15 Punkte gönnen die Royals den Gästen in Hälfte zwei und lassen vor allem Marlies Askamp ziemlich alt aussehen: Sie schafft nur noch drei Punkte.

"Da hat vor allem in der ersten Hälfte noch nicht alles gestimmt. Wir müssen noch etwas besser in den Rhythmus kommen. Das ist wichtiger, als unbedingt alle Spiele zu gewinnen, denn unser Ziel sind die Playoffs. Dann müssen wir topfit sein", resümiert Nationalspielerin Andrea Harder nach der Partie. Da kommen den Royals die nächsten Spiele sehr gelegen: Im Pokal müssen sie am Donnerstag (20 Uhr, Hermann-Neuberger-Halle) bei Regionalligist Baskets 98 Völklingen antreten. Alles andere als ein klarer Sieg wäre eine Überraschung. Dann folgen mit Rist Wedel auswärts und Aufsteiger MTSV Schwabing zu Hause Partien gegen Teams aus dem Tabellenkeller. Zsuzsa Boksay: "Diese Spiele kommen gerade recht. Da können wir noch einige Dinge testen und an der Abstimmung feilen."
 

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Baskets-Damen gegen Goliath
 
Völklingen (kkl). Am Donnerstag, 22. Januar, kommt es im Achtelfinale des Pokals des Deutschen Basketball-Bundes zum Saarderby der beiden besten Damenmannschaften. Heimrecht haben die Regionalliga-Damen der Völklinger Baskets 98, die in den zwei Runden zuvor jeweils Zweitligateams ausschalten konnten. Wie spielstark die Baskets-Damen in dieser Saison sind, musste auch Zweitliga-Spitzenreiter Ludwigsburg leidvoll erfahren, als er gegen die Völklingerinnen aus dem Pokal-Rennen flog.

Doch das Team, das am 22. Januar um 20 Uhr in der Hermann-Neuberger-Halle in Völklingen seine Aufwartung macht, hat ein ganz anderes Kaliber. Denn zu Gast sind die Royals aus Saarlouis, die derzeit in der ersten Bundesliga für Furore sorgen und auf dem dritten Tabellenplatz rangieren. Natürlich sind die Damen aus der deutschen Eliteklasse haushoher Favorit in der Partie.

Doch die jungen Völklinger Damen um ihre bundesligaerfahrene Spielertrainerin Isabelle Comtesse wollen sich keinesfalls kampflos geschlagen geben. Sie werden auch und gerade gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner an ihre Grenzen gehen. Die Baskets 98 Völklingen-Warndt würden sich an diesem Tag über eine große Zuschauerunterstützung in der Neuberger-Halle freuen.

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"Der Titel ist keine Illusion mehr"
"SZ"-Umfrage: Nach dem 61:43 gegen Oberhausen trauen die Fans dem TV Saarlouis sogar die deutsche Meisterschaft zu
Von SASCHA SPRENGER
 
"Wenn die Neuzugänge einschlagen, ist alles drin. Auch der Titel." Bei den Basketball-Fans in Saarlouis reifen erste Titelträume. Am Sonntag bekamen sie neue Nahrung. Denn die Neuzugänge sind ein Volltreffer.
 
Saarlouis. Sonntag, kurz vor 16 Uhr. Volksfest-Stimmung in der Saarlouiser Kreissporthalle. Rund 600 Besucher fiebern der Basketball-Bundesliga-Partie des TV Saarlouis gegen Oberhausen entgegen, stimmen sich auf das Spiel ein. Die Erwartungen sind hoch, doch Gegner New Basket Oberhausen um Nationalcenterin Marlies Askamp ist ein harter Brocken.

 

Die Fans denken indes schon weiter. Viele trauen ihrem Team noch mehr zu als Platz drei, wo Saarlouis zurzeit steht. Sie können den Beginn der Bundesliga-Endrunde kaum noch abwarten. Und ein paar träumen schon vom ersten Titel der Vereinsgeschichte - erst recht, als die Royals den Gegner im Schlussabschnitt der Partie quasi aus der Halle fegen.

"Die Meisterschaft ist wirklich keine Illusion", meint Fred Potulski, 60. "Zumindest wird der Weg zur Meisterschaft nur über Saarlouis führen, da bin ich mir sicher." Was ihm diese Zuversicht gibt? Potulski: "Wenn man sich die Mannschaft im Training ansieht, sieht man eine homogene Einheit, die den Erfolg will. Ich denke, dieser unbedingte Wille wird es am Ende ausmachen."

Curtis Chappell, 45 Jahre, glaubt auch an den Erfolg. Allerdings sieht er vor allem in der Defensivleistung der Royals den Schlüssel zum Erfolg: "Die Abwehr ist einfach stark. Das hat man heute wieder gesehen. So können wir auch Tabellenführer Dorsten schlagen." Thomas Hessz aus Wallerfangen, 42, bremst die Euphorie ein wenig: "Ich glaube, dass der zweite Platz am Ende herauskommen wird. Dorsten scheint mir etwas zu stark und abgebrüht zu sein. Aber der Vizetitel wäre doch auch etwas."

Zur Halbzeit des Spiels gegen Oberhausen glauben Janna Grabowski (12) und Marie Groth (13) nicht so recht daran, dass "ihre" Mannschaft ganz oben mitspielen kann. Schließlich tun sich die Royals beim Spielstand von 28:28 noch sehr schwer. "Wir haben den Eindruck, dass sie konzentrierter gespielt haben, als sie wegen ihrer Verletzungssorgen so stark unter Druck waren", sagen beide unisono. Marie fügt hinzu: "Aber mal sehen, was passiert, wenn sich die beiden Neuen erst mal eingespielt haben. Wir drücken jedenfalls die Daumen." Die Neuzugänge Jennifer Crouse und Agnesa Nagyova - auch für Elke Rullang, 44, sind sie das Zünglein an der Waage: "Vom Potenzial her ist der Titel machbar. Aber es bleibt abzuwarten, wie sich die neuen Spielerinnen integrieren. Wenn Schuscha Boksay das gut hinbekommt, ist alles drin." Bob Klein (75) aus Bous bringt die Situation auf den Punkt: "Die Mannschaft muss wieder zusammenwachsen. Durch die Neuen und die Rückkehr von Barbara Csipko müssen sich alle wieder etwas umgewöhnen. Aber das wurde schon während dieses Spiels besser. Wenn sie Meister werden wollen, muss leistungsmäßig noch was kommen. Aber ich traue es ihnen durchaus zu, zumal sie zu Hause einfach eine Macht sind."

Und was glaubt "Edelfan" Paul Fleischer? Seit sechs Jahren hat der 61-Jährige kaum ein Spiel verpasst. In diesem Jahr sieht er die Zeit des TV Saarlouis gekommen: "Ich würde es ihnen wünschen, weil sie alle gute Sportsleute sind. Immer sportlich und fair. Insgesamt sind sie stärker geworden, obwohl sie zu Saisonbeginn Lubi Schultze verloren haben. Und was sie fast zwei Monate mit nur sechs Spielerinnen geleistet haben, war schlichtweg sensationell. Schon alleine deshalb hätten sie es verdient."

Dann ist das Spiel vorbei: ein 61:43-Sieg gegen New Basket Oberhausen - so wenige Punkte hat die Askamp-Truppe noch in keinem Saisonspiel gemacht. Und die Royals haben wieder einmal zu Hause gewonnen. Vor allem dank eines tollen Heimdebüts von Agnesa Nagyova. Die erzielte in der zweiten Hälfte 15 ihrer insgesamt 24 Punkte - und staunte am Ende selbst: "Ich hätte nicht gedacht, dass es bereits im zweiten Spiel so gut läuft." Der Titel? Er ist für die Royals in Griffweite gerückt.

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